Strategiespiele

Für ein paar Stunden die Weltmeere oder den Weltraum beherrschen oder die Armeen Roms bei Ihrem Eroberungsfeldzug durch Europa anführen: online Strategiespiele ermöglichen die temporäre Erfüllung von Lebensträumen in virtuellem Rahmen – oft sogar, ohne dass eigener Speicherplatz durch eine Software-Installation entbehrt werden müsste.

Der Hintergrund eines jeden Strategiespieles ist es, ein bestimmtes Ziel (meist wirtschaftliche oder militärische Weltherrschaft) durch langfristige, taktische Planung zu erreichen. Den Ursprung hat dieses Genre in der Umsetzung von Brettspielen als Computerspiel, so gibt es auch heute noch einige Games, welche nach Brettspielen benannt sind – und umgekehrt. Im Aufbau unterscheiden sich die einzelnen Spiele hauptsächlich darin, ob die Geschehnisse der virtuellen Welt in Echtzeit oder rundenbasierend ablaufen; also mit Zeitdruck für den Spieler oder ohne. Der große Unterschied zu Simulations- und Tycoonspielen ist, dass Strategiespiele dem Gamer oftmals eine ‘gottesähnliche’ Ansicht der Spielwelt und komplette Macht über eine Vielzahl an Einheiten gewähren, während der Simgamer nur ein einzelnes Individuum steuert und den freien Willen seiner Umgebung nicht beeinflussen kann.

Strategiespiele: Sub-Genres

In einem Strategiespiel geht es immer entweder um Aufbau oder um Zerstörung. So gibt es zum Beispiel das rundenbasierende und beliebte Genreflaggschiff ‘Civilisation’, in welchem die Weltgeschichte gründlich umgekrempelt und die eigene Zivilisation zur Weltherrschaft geführt wird, das zum Subgenre ’4X’ gehört. 4X steht für explore, expand, exploit, and exterminate (entdecken, erweitern, ausschlachten und ausrotten) und beschreibt den Handlungsspielraum in dieser Art Spiele durchaus treffend.

Real-time Strategy (RTS) umfasst das Spiel in einer sich immer verändernden Welt, so wie zum Beispiel bei der ‘Anno’-Serie oder Blizzard’s ‘Warcraft’-Reihe. Dieses Sub-Genre eignet sich besonders gut für langfristige Online Strategiespiele, in die man sich mit einer bestimmten Regelmäßigkeit einloggen kann, für die man zwischenzeitlich aber auch Produktions- oder Aktionszeiten abwarten muss.

In Kriegsspielen, das ist selbsterklärend, geht es um die Zerstörung des oder der Gegner. Da es in Kriegssituationen ausschließlich um Taktiken geht, kann das Spiel gegen einen Computergegner schnell eintönig werden; auch hier lohnt es sich also sehr, sich einem online-(Multiplayer-)Pool anzuschließen.